Die 6 allerschlimmsten Fehler bei einer Trauerrede

Der unangenehmste Anlass, um eine Ansprache zu halten, ist, wenn man eine Trauerrede halten muss. Es ist nicht leicht, die richtigen Worte zu finden, wenn ein Familienmitglied, ein Bekannter oder ein Geschäftspartner für immer verabschiedet wird und man möchte, dass der Verstorbene in positiver Erinnerung bleibt, dennoch aber ein realistisches Bild von ihm gezeichnet werden soll.

Trauerreden werden in aller Regel im Rahmen der Bestattungsfeier vorgetragen und von nahen Angehörigen, Freunden, Mitarbeitern oder dem Pfarrer gehalten. Eine Trauerrede beinhaltet einen Nachruf und tröstende Worte für die Angehörigen. Dennoch kann eine Trauerrede sehr persönlich gestaltet werden und muss nicht zwangsläufig Standardformulierungen enthalten, denn der Redner würdigt den Verstorbenen  so persönlich und individuell, wie der Verstorbene selbst war.

Trennung ist unser Los, Wiedersehen ist unsere Hoffnung.
So bitter der Tod ist, die Liebe vermag er nicht zu scheiden.
Aus dem Leben ist er zwar geschieden,
aber nicht aus unserem Leben;
denn wie vermöchten wir ihn tot zu wähnen,
der so lebendig unserem
Herzen innewohnt!

Augustinus

Auch wenn Ihnen die Situation sehr nahe geht und sicher jeder der Anwesenden Verständnis dafür hat, müssen Sie unbedingt darauf achten, dass Ihnen folgende Fehler nicht unterlaufen.

  • Name falsch. Verwenden Sie in jedem Fall nur den Namen, der Ihnen bekannt ist. Auch wenn Sie den Verstorbenen nur unter seinem Vornamen oder einem Rufnamen kennen, sollten Sie von Spekulationen, welcher Name vermutlich im Ausweis stand, in jedem Fall absehen.
  • Keine Beleidigungen. Auch wenn Sie schwierige Zeiten mit dem Verstorbenen hatten oder er im Allgemeinen kein einfacher Zeitgenosse war, gehören beleidigende Worte oder Vorwürfe nicht in die Trauerrede.
  • Falsche Todesursache. Es bleibt Ihnen überlassen, ob Sie sich in Ihrer Trauerrede zu den Umstanden des Todes äußern wollen. Überprüfen Sie aber unbedingt, ob Ihre Informationen richtig sind, damit Sie in Ihrer Trauerrede nicht von einem Herzinfarkt sprechen, obwohl ein Schlaganfall die Todesursache war.
  • Keine privaten Details. So sehr Sie an Ihrem Freund auch geschätzt haben, dass er Ihnen alles anvertraut hat, was ihn bewegt hat, die Witwe möchte während der Trauerfeier sicher nichts von seiner heimlichen Geliebten erfahren.
  • Zu lang. Achten Sie darauf, dass Ihre Rede nicht zu lange dauert. Keiner der Trauergäste möchte sich Ihre stundenlange persönliche Verabschiedung anhören, sondern selbst noch ausreichend Zeit haben, vom Verstorbenen Abschied zu nehmen.
  • Niemanden vergessen. Achten Sie darauf, dass Sie bei Ihren tröstenden Worten niemanden vergessen oder halten Sie sich hier an zusammenfassende Aussagen.