Rede zur Bestattung

Heute in einer Zeit, in der immer mehr Menschen ihren Lebensabend alleine verbringen, kommt es auch immer wieder vor, dass eine Bestattung anonym erfolgt. Trotzdem lassen es sich dann zumindest die Bestatter nicht nehmen, den Menschen ein paar Worte zum Abschied zu geben.

Das ist nicht leicht, denn meistens wissen die Bestatter ja nicht einmal, wie der Verstorbene gelebt hat. Wenn dann auch niemand da ist, der sich mit darum kümmert, dann ist es schwer einem Menschen die letzte Ehre, mit einer Rede, zu erweisen.

Da ist ein Land der Lebenden und ein Land der Toten. Und die Brücke zwischen ihnen ist die Liebe, das einzige Bleibende, der einzige Sinn. (Thornton Wilder)

Es ist Zeit,

einen letzten Weg zu gehen. Wo geht es hin und wie geht es weiter? Die Frage stellen sich die Religionen in dieser Welt. Doch muss das so sein? Manch ein Mensch, der ein hartes Leben gelebt hat, wird sich wünschen, dass nach dem Tode nur Ruhe einkehrt.

Ganz gleich wie es weitergeht, es gibt jemanden der deiner gedenkt. Ganz allein bist du nicht. Was auch immer du in deinem Leben getan hast, es hat Spuren im Leben hinterlassen.

Menschen denen du die Hand gereicht hast, Menschen denen du durch einen Hinweis den Weg gewiesen hast.

Du hast Spuren in dieser Welt und in den Herzen der Menschen, die dir begegneten hinterlassen. Auch wenn dein Leben für dich noch so schwer war, so hast du es doch auf deine ganz eigene Art bis zum Ende gelebt.

Dein Leben ging zu Ende, ohne das jemand die Stunde mit dir teilte. Vielleicht ist es nur eine Krankheit unserer Zeit, so wie du ein Kind deiner Lebenszeit warst. Jetzt ist es Zeit, deinen letzten Weg zu gehen und wir begleiten dich dabei.

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