Rede vom Direktor in der Schule

Jedes Jahr kurz vor den Sommerferien, beenden viele Jugendliche Ihre „Karriere“ als Schüler und werden von den Schulen und Lehrern in das Berufsleben entlassen. Die Zeugnisse werden in so einer Situation auch sicher nicht nur schnöde im Klassenzimmer vom Lehrer überreicht, sondern meistens vom Direktor und vor der gesamten Schülerschaft samt Eltern.

Man soll Denken lehren, nicht Gedachtes. Cornelius Gurlitt (1850-1938), dt. Kunsthistoriker

Liebe Schüler und Eltern,

heute ist es wieder soweit. Heute soll es Zeugnisse geben. Aber dieser Tag bedeutet für einige unserer Schüler noch vieles mehr. Als junge Heranwachsende, gehen Sie hinaus um den „Ernst des Lebens“ im Beruf und im Alltag zu erleben. Manche der Schulabgänger werden heute mit guten, andere mit weniger guten Zeugnissen die Schule verlassen. Einige in einen Ausbildungsberuf, andere in ein Studium oder auch auf die Suche. Aber eines wird sicher allen gemeinsam sein: Sie werden sehr gerne gehen! Nach so vielen Jahren des Schulaltags, mit meckernden Lehrern und vielen, vielen Hausaufgaben und Klausuren, freut sich sicher jeder Schulabgänger, dass es nun vorbei ist.

Eines lasst euch sagen, liebe Schüler! Auch wenn Ihr es jetzt nicht glaubt, eines Tages werdet Ihr euch mit Wehmut daran erinnern, wie erholsam und entspannend doch das Leben als Schüler war!

Aber auch mir ist klar, dass kein Schüler sich hier und heute vorstellen kann, wie das sein wird. Ich konnte mir das seinerzeit auch nicht vorstellen! Deshalb möchte ich Euch noch eines mit auf Euren weiteren Weg geben: Geht euren Weg mit Zielstrebigkeit und Ehrgeiz.

Wenn Ihr euch selbst vertraut und euch feste Ziele setzt, dann könnt Ihr alles erreichen. Auch wenn es mal schwierigere Tage geben wird, dürft Ihr euch nie Aufgeben! Ein altes Sprichwort sagt: Ratschläge sind auch Schläge! Deshalb soll es jetzt von meiner Seite aus genug sein und ich schlage vor, dass wir zur Zeugnisübergabe übergehen.